„Jede Weinlage hat einen anderen Boden auf dem die Reben wachsen. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, diese Unterschiede der einzelnen Lagen im Wein riech- und schmeckbar zu machen.“

Forster Musenhang

Größe: 8,63 ha
Höhe über NN: 160- 270 m
Hangneigung: 80% steil, 20% hängig
Boden: Der Boden besteht aus lehmigem Sand und Kalksteingeröll

Weine aus dem Musenhang sind meist schlank im Typ, wirken mineralisch, rassig und sind extraktreich. Die Trauben genießen eine lange Reifephase und zeigen wenig Fäulnisneigung. Wir finden hier vor allem Riesling, aber auch Weißburgunder und Gewürztraminer werden im Musenhang angebaut. Es fehlen historische Belege über die Namensherkunft dieser Lage, allerdings wird eine Herleitung des Namens von “Musehelde” (Mäushöhle in Deidesheim, hier stammt der Begriff vom Familiennamen Maus) vermutet. Ursprünglich war die Fläche bewaldet, der Berghang wurde 1821 von der Gemeinde zur Schuldentilgung versteigert, gerodet und mit Reben bestockt.

Forster Pechstein

Größe: 15,31 ha
Höhe über NN: 120 – 160 m
Hangneigung: 20% hängig, 80 % flach
Boden: Der Boden im Pechstein besteht aus dunkelfarbigem Basalt, gemischt mit Buntsandstein und etwas Ton

Hier wachsen filigrane Weine, finessenreich und lang anhaltend. Vorherrschende Aromen in Geruch und Geschmack sind Zitrusfrucht und Feuerstein, gepaart mit einer starken Mineralität. Vom hohen Basaltanteil leitet sich auch der Name der Weinbergslage ab. Weiter oben im Wald gibt es noch einen stillgelegten Basaltbruch, den “Pechsteinkopf” in dem bis in die 1970er Jahre Basalt abgebaut wurde. Durch den Basaltgehalt wird im Boden viel Wärme gespeichert. Es herrscht ein ganz besonderes Kleinklima, was zu sehr charakteristischen und mineralischen Rieslingweinen führt.

Forster Ungeheuer

Größe: 29,15 ha
Höhe über NN: 120 – 170 m
Hangneigung: 30 % steil, 30% hängig, 40% flach
Boden: Der Boden besteht aus Buntsandstein vermischt mit Kalksandsteingeröll und etwas Basalt

Die Weine sind feinfruchtig bei hervorragender Mineralität und enormer Fülle. Im Ungeheuer wird vor allem Riesling angebaut. Die vor Westwinden geschützte Lage in der Hangmitte bewirkt einen Reifevorsprung, was zur optimalen Traubenreife führt.

Schon Bismark soll bei einem Aufenthalt in Forst den Riesling aus dem Forster Ungeheuer mit den Worten “Dieses Ungeheuer schmeckt mir Ungeheuer” gelobt haben. Der Name der weit über die Pfalz hinaus bekannten Weinlage kommt allerdings nicht von einem Rudel wilder Monster, die im Wald gelebt hätten, sondern lässt sich auf einen Begriff aus dem 14. Jahrhundert “Ungehuwern” zurückführen, sowie auf einen Familiennamen. Im 17. Jahrhundert gab es in Deidesheim einen Stadtschreiber mit Namen Johann Adam Ungeheuer. Dieser verstarb 1699, noch heute befindet sich an der Klosterkirche in Mußbach ein Grabmal mit dem Namen Ungeheuer.

Forster Jesuitengarten

Größe: 6,96 ha
Höhe über NN: 120 – 150 m
Hangneigung: 50% hängig, 50% flach
Boden: Der Boden besteht aus sandigem Lehm mit Sandsteingeröll, stellenweise durchsetzt mit mergeligem Ton. Dichte Lehm- und Sandschichten im Boden sorgen für einen optimalen Wasserhaushalt und eine gute Mineralstoffaufnahme der Rebe.

Rieslinge aus dem Jesuitengarten sind besonders elegant, intensiv im Geschmack und sind geprägt von Fruchtigkeit und Mineralität. Der Name Jesuitengarten stammt daher, dass die Rebflächen früher im Besitz des Jesuitenklosters Neustadt waren (seit 1764).

 

Quellen:

Schriften zur Weinkultur, C. Zweck und M. Halfer, “Von der Musehelde zur Mäushöhle – Die Weinlagen der Pfalz, Herkunft und Deutung ihrer Namen”

Hampp Verlag, Franz Kämmer, “Die 100 Besten Weinberge Deutschlands”


Weingut Margarethenhof

Franz Lucas
Wiesenweg 4
67147 Forst an der Weinstraße

Tel.: (0 63 26) 83 02
Fax: (0 63 26) 98 01 61
Email: info@margarethenhof-forst.de
Internet: www.margarethenhof-forst.de

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